Behandlungen

Ein ausgefeilter, harmonisch-interagierender Stütz- und Bewegungsapparat sorgt für eine gute Körperhaltung sowie optimale Beweglichkeit. Kommt es zu Störungen dieses Gleichgewichts, hat die Chiropraktik grundsätzlich den gesamten Bewegungsapparat im Blick, angefangen vom Kopf über die gesamte Wirbelsäule bis hin zu Armen und Beinen. Die am häufigsten genannten Beschwerden befinden sich jedoch in den Bereichen:

Chiropraktoren sind Experten für Rücken und Bewegungsapparat und liefern kompetente und ganzheitliche Gesundheitsleistungen aus einer Hand. Dazu gehört eine gründliche Anamnese, eine umfassende Untersuchung und eine darauf aufbauende, manuelle Behandlung, bei der auf Medikamente und Operationen komplett verzichtet wird. Begleitet wird dies von Handlungsempfehlungen, wie Tipps zur gesunden Ernährung und passenden, regelmäßigen Übungen. Denn es ist gerade auch im Alltag wichtig, Verhaltensänderungen herbeizuführen.

Ein Grundprinzip chiropraktischer Arbeit ist der ganzheitliche Ansatz. Konsequenterweise wird deswegen die gesamte Wirbelsäule untersucht und, soweit erforderlich, auch behandelt, auch wenn die Beschwerden nur in einem kleinen Teilbereich, wie z.B. der Halswirbelsäule, bestehen. In Diagnose und Behandlung klären sie, was der Auslöser der Beschwerden ist und wie die jeweiligen Wirkungszusammenhänge beschaffen sind. Beizeiten führt das für den Patienten zu überraschenden Ergebnissen, beispielsweise wenn sich die Rückenbeschwerden in Wirklichkeit auf eine Fehlstellung der Knie oder der Hüfte zurückführen lassen.

Die typische Behandlung oder den typischen Patienten gibt es nicht. Im Gegenteil – das therapeutische Spektrum ist riesig. Allen gemein aber ist, dass der Patient und seine individuelle Situation im Mittelpunkt stehen: Von der älteren Dame, die kaum noch Treppen steigen kann zum sogenannten „Schrei-Baby“; von der Geigerin, die ihr Instrument nicht mehr beschwerdefrei spielen kann bis hin zum jungen Leistungssportler, der seine Regenerationsmöglichkeiten verbessern möchte. Ein Chiropraktor hilft ganz vielen ganz unterschiedlichen Menschen, ihren Alltag besser und beschwerdefreier zu gestalten. Er ist der Experte für Behandlungen des gesamten Bewegungsapparates – von Kopf bis Fuß.

Behandlungen für Kinder und Säuglinge

Wie hilft Ihr Chiropraktor?

Vor einer Behandlung erfragt der Chiropraktor im gemeinsamen Gespräch die Entwicklung und das beobachtete Ausmaß der Beschwerden Ihres Kindes.

Im Rahmen einer Untersuchung muss nun festgestellt werden, ob die Symptomatik chiropraktisch behandelt werden kann. Schließlich erhalten Sie eine eingehende Auskunft darüber, was genau behandelt werden wird, wie viele Behandlungstermine eingeplant werden müssen und wie die Prognose aussieht.

Wird durch eine chiropraktische Behandlung ein Gelenk wieder frei beweglich, kann dies zur Folge haben, dass sich die dazugehörige Muskulatur entspannt und der Bewegungsablauf sich normalisiert. So kann der Schmerz bei Schreibabys eventuell reduziert werden, Dreimonatskoliken können sich beruhigen und die neurologische Entwicklung Ihres Kindes kann ohne funktionelle Störungen im Bereich des Bewegungsapparates ablaufen.

Jede chiropraktische Behandlung ist eine hochwertige, ganzheitlich wirksame und nachhaltige Einflussnahme auf die Integrität des Skelett-Muskel-Nervensystem

Welche funktionellen Beschwerden kommen bei Kindern häufig vor?

Manche Säuglinge schreien in den ersten Wochen überdurchschnittlich viel. Der Grund der Unruhe ist für die Eltern oft nicht auszumachen.

Ist ein Gelenk der Halswirbelsäule blockiert, kann es nämlich einige Zeit dauern, bis die dazugehörigen Muskeln sich soweit entwickelt haben, dass das Baby eine Schonhaltung einnehmen kann. Diese äußert sich in einer schiefen Kopfhaltung sowie in einer eingeschränkten Drehbarkeit des Kopfes. Auch ist das Kind nun äußerst berührungsempfindlich. Weil auch die vordere Hals- und Rachenmuskulatur in Mitleidenschaft gezogen ist, können zudem Schluckbeschwerden, Trinkprobleme und wiederkehrende Mittelohrentzündungen auftreten.

Die Auswirkungen mechanischer Störungen im Bereich der oberen Halswirbelsäule wurden in Deutschland erst in den letzten Jahren intensiv erforscht. Sie werden als KISS- Syndrom (Kopfgelenk induzierte Symmetriestörung) bezeichnet. Im Zuge dieser Untersuchungen werden inzwischen auch Konzentrationsprobleme, Lese- und Rechtsschreibdefizite, ein hoher Bewegungsdrang und andere Verhaltensauffälligkeiten mit unbehandelten Halswirbelsäulenblockaden in Verbindung gebracht.

Was haben Dreimonatskoliken und Entwicklungsstörungen gemeinsam?

Die Druck- und Zugkräfte bei der Geburt wirken vor allem auf die obere Halswirbelsäule. Die hier verlaufenden Nerven beeinflussen den Vagusnerv, der Dreiviertel des Magen- Darmtraktes versorgt und von großer Bedeutung für die Verdauung ist.

Zahlreiche Beobachtungen haben gezeigt, dass bei Babys mit Verdauungsproblemen und Dreimonatskoliken mitunter Gelenkblockierungen in Wirbelsäule oder Becken vorliegen. Dasselbe gilt für Kinder und Schulkinder, die über Bauchweh oder Übelkeit ohne schulmedizinisch feststellbare Ursache klagen.

Die neurologischen Auswirkungen werden oft erst im Verlauf der Entwicklung des Kindes deutlich. Wenn es zu greifen, krabbeln, laufen oder sprechen lernt, treten Defizite auf. Insbesondere feinmotorische Tätigkeiten wie Schneiden, Basteln oder später das Schreiben fallen den betroffenen Kindern in der Regel deutlich schwerer als ihren gesunden Altersgenossen.

Wie kommt es zu mechanischen Störungen bei Säuglingen?

Die mechanischen Kräfte, die während der Geburt auf den Körper eines Babys einwirken, sind immens. Ist in der Folge ein Gelenk der Wirbelsäule blockiert, hat dies sowohl mechanische als auch neurologische Auswirkungen.

Durch die Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit eines jungen Körpers können Nachbargelenke oftmals eine Wirbelblockade kompensieren. Daher bleibt eine solche Gelenkblockierung bei Kindern häufig unbemerkt, zumal selten Schmerzen vorhanden sind. Es sind also vor allem die neurologischen Auswirkungen, die das Defizit sichtbar machen.

Musiker und Sportler

Sportliche Aktivität bedeutet Bewegung und erfordert ein Höchstmaß an Bewegungsfreiheit. Chiropraktoren sind Spezialisten für den gesamten Bewegungsapparat, sie lösen Blockaden, helfen bei Rehabilitation und Regeneration und treffen vorbeugende Maßnahmen, um den Patienten vor Schäden an Bändern, Gelenken, Muskeln und Sehnen zu bewahren. Gerade im Leistungs- und Profisport ist die moderne Chiropraktik ein elementarer Bestandteil des Behandlungsportfolios und dort nicht mehr wegzudenken. Herausragende Spitzensportler wie Tiger Woods, Michael Jordan oder Usain Bolt vertrauen der Methode.

Durch Chiropraktik kann auf natürlichem Wege Leistungsfähigkeit und Bewegungsergonomie weiter optimiert und sogar eine Leistungssteigerung unterstützt werden. Auch abseits des Leistungssports ist Sport für aktive und gesundheitlich-orientierte Menschen ein wichtiges und vitalitätssteigerndes Hobby, das sie gerne dauerhaft und ohne Einschränkungen praktizieren wollen.

Beim Spielen fast jeden Instruments stellt sich das Problem der Körperhaltung: Entweder das Spielen verlangt ein gewisses „Verdrehen“ des Körpers und somit der Wirbelsäule, wie z.B. bei Violine oder Flöte, oder es ergibt sich eine Spannungsproblematik durch das Gewicht des Instruments, wie beispielsweise bei Tuba oder Waldhorn.  Bedingt durch diese einseitige Haltung, stark repetitive Bewegungen und Überbeanspruchung leiden viele, in besonderem Maße natürlich gerade professionelle, Musiker unter typischen Beschwerden im Nacken- und Schulterbereich, an Ellenbogen oder Handgelenk. Auch hier lässt sich die chiropraktische Behandlung besonders effektiv und schonend anwenden. Viele Chiropraktoren untersuchen Musiker und Instrument im Zusammenspiel, um Haltung, Bewegungsabläufe und Beweglichkeit im Kontext beurteilen und Dysfunktionalitäten rund um die Wirbelsäule genau lokalisieren zu können. Durch die ganzheitliche Funktionsoptimierung des Bewegungsapparates können Beschwerden reduziert und Bewegungsfreiheit und Spielfreude wieder erhöht werden.

Schulter- und Knie-Operationen

Am 21.11.17 erschien auf Spiegel Online der Artikel „Viele Schulteroperationen sind überflüssig“: 
 

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/viele-schulter-operationen-bei-schmerzen-sind-ueberfluessig-a-1179494.html

DCG – Präsident und Chiropraktor Timo Kaschel nimmt den Artikel zum Anlass, um über seine Erfahrungen aus der Praxis zum Thema Schulterbeschwerden zu berichten, dabei berichtet er auch über seine unmittelbaren Eindrücke anlässlich verschiedener chirurgischer Eingriffe.

„Letzte Woche war ich bei einer spannenden Veranstaltung im St. Elisabeth Krankenhaus in Leipzig. Dort bekam ein geladener Kreis von unterschiedlichen Experten und Therapeuten die Gelegenheit, vier Operationen live beizuwohnen und mit den operierenden Chirurgen direkt über die Eingriffe zu reden. Besonders beim Thema Knie-Ersatz Operation war ich begeistert von den technischen Fortschritten, die die Chancen auf eine gute Funktion nach der Operation deutlich verbessern.

Die Schulter Operation jedoch warf für mich einige Fragen auf. Auch neue Erkenntnisse aus England, die gerade im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht wurden, haben einige meiner Zweifel bestätigt.

Konkreter gesagt, stellen sich die folgenden Fragen:

1. Wie kann man sich so sicher sein, dass die größte Abweichung vom anatomischen Ideal auf einem Röntgenbild auch der Schmerzauslöser ist?

 

Kann man meiner Meinung nach nicht und das auch bis weit nach der OP nicht.

 

2. Kann es sein, dass auch diese Operation einen starken kontextualen Plazebo Effekt hat – ähnlich dem bei Kniespiegelungen?

 

Ich jedenfalls halte das für sehr wahrscheinlich.

In der  Lancet-Studie wurden die Daten von über 300 Personen mit drei Monate anhaltenden Schulterschmerzen erhoben. Von diesen wurden 100 gar nicht operiert, den anderen 100 wurde lediglich ‚in das Gelenk geschaut‘ und den letzten 100 wurden Knochen und Weichteile operativ entfernt, ‚um den Gelenkspalt zu erweitern‘.

Das Ergebnis der Studie besagt, dass es, obwohl es allen etwas besser ging,  nach 12 Monaten keine klinischen, sprich für den Patienten spürbaren, Unterschiede zwischen allen drei Methoden gab.

Aber wie kann das sein?

 

Erklärungsansätze können in Ruhigstellung, (erhöhter) menschlicher Aufmerksamkeit oder in den angewendeten Rehamaßnahmen zu finden sein.

Welche alternative Behandlung bietet aber nun der Chiropraktor bei Schulterbeschwerden an?

Anatomisch betrachtet, wird der Schultergürtel muskulär von der Schädelbasis bis zur Lumbalfaszie eingefasst. Außerdem geht der Schulter-„Gürtel“ von vorn bis hinten ganz um den Körper herum.

Wo setzt der Chiropraktor an? Da die Funktionalität der gesamten Hals- und Brustwirbelsäule , ebenso wie die Gelenke der Hand und des Ellenbogensextrem hier gefragt sind, werden diese besonders intensiv untersucht und behandelt. Hierzu kommt natürlich auch der 5-Gelenk-Komplex auf jeder Schulterseite. Konkrete, umsetzbare und effektive Übungsanleitungen runden die Behandlung ab und können dabei helfen, die Schulterbeschwerden allmählich wieder verbessern oder abklingen zu lassen.

Also: Vor einem Eingriff für eine Zweitmeinung am besten einen Chiropraktor konsultieren. Wir sehen uns!

https://www.npr.org/sections/health-shots/2017/11/20/565406503/popular-surgery-to-ease-chronic-shoulder-pain-called-into-question?utm_source=facebook.com&utm_medium=social&utm_campaign=npr&utm_term=nprnews&utm_content=2049

http://www.thelancet.com/pdfs/journals/lancet/PIIS0140-6736(17)32457-1.pdf