Mit starkem Immunsystem gesund durch die Home Office-Zeit

Hamburg, 19. August 2020. Es ist unumstritten, die beste Voraussetzung, sämtliche Viren, Bakterien und Krankheiten zu trotzen, ist eine starke Immunabwehr. Umso wichtiger ist es zu wissen, wie man sein Immunsystem aktiv aufbauen und stärken kann. Um die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können, müssen wir uns erst bewusst machen, was dem  körpereigenen Abwehrsystem am meisten zusetzt: STRESS

Jeder Mensch hat eine ganz persönliche Vorstellung und Definition von Stress. Gerade in der aktuellen Situation sind es häufig Sorgen um die Gesundheit, das Gefühl von Isolation, Existenzängste, Bewegungsmangel aufgrund eingeschränkter Benutzung von Fitnessstudios, Schwimmbäder und Sportvereine. Auch die Anforderung Kinder und Home Office sowie Home Schooling unter einen Hut zu bekommen ist ein immenser Stressfaktor für Familien.

Stressoren können grundsätzlich in drei Kategorien unterteilt werden und erfolgen für den menschlichen Organismus auf folgenden drei Ebenen:

  • Emotionaler Stress– z.B. Tod eines Angehörigen, Trennungen, Arbeitsplatzverlust etc.
  • Chemischer Stress– z.B. Alkohol und Nikotin, Mangel an Vitaminen und Nährstoffen sowie Dysbalance des Hormonhaushaltes – z.B. ausgelöst durch Schlafmangel
  • Körperlicher Stress– Bewegungsmangel, chronische Über- oder Fehlbelastungen, Schmerzen

Gerade jetzt ist ein funktionierendes Immunsystem von größter Bedeutung. Entweder, um am besten gar nicht erst krank zu werden oder aber, um im Falle einer Erkrankung best- und schnellstmöglich wieder gesund werden zu können.  Dies erreicht man durch:

  • Ausreichend Schlaf – der Körper bildet ansonsten das Stresshormon Cortisol; es kann zu Bluthochdruck, Konzentrationsschwäche und vielen anderen negativen Symptomen kommen
  • Ausgewogene Ernährung – Vitamin D und A sowie Omega 3 Fettsäuren sind besonders wichtig, um einer Viruserkrankung vorzubeugen, hochkonzentriertes Vitamin C unterstützt die Selbstheilungskräfte des Körpers im Falle einer Erkrankung
  • Bewegung an der frischen Luft – Bewegung ist für einen gesunden Bewegungsapparat das A und O, außerdem dient sie oftmals auch als ausgleichendes Ventil im Falle von emotionalem Stress; bei Bewegung unter freiem Himmel produziert der Körper das wichtige Vitamin D,.

 

Wer sein Immunsystem aktiv unterstützen und stärken möchte, fängt am besten gleich heute damit:

  • Bewegung an der frischen Luft – egal, ob schnelles Spazierengehen, Radfahren oder Joggen usw. – Stichwort Vitamin D-Bildung!
  • Mit einem lieben Menschen zum zügigen Spazierengehen verabreden. Die körperliche Betätigung ist nicht nur für den Bewegungsapparat gut. Der kommunikative Austausch fördert auch die mentale Balance und beugt Isolationsgefühlen vor.
  • In Buchhandlungen in der Kochbuch-Ecke stöbern und Anregungen für neue, gesunde Gerichte holen; die Lebensmittel dazu am besten auf dem Wochenmarkt einkaufen.
  • Statt stundenlangem Binge-Watching lieber mal Freunde und Verwandte anrufen. Das sorgt für die Stärkung sozialer Bindungen und beugt Isolationsgefühlen vor.
  • Meditationen und Ruhepausen im Tagesablauf einplanen. Schon wenige Minuten am Tag können in puncto Stressbewältigung eine Menge bewirken.
  • Wer regelmäßig physiotherapeutisch oder chiropraktisch behandelt wird, sollte diese Termine weiterhin wahrnehmen und nicht aus falscher  Vorsicht zu Hause bleiben.
  • Den Körper geistig von Kopf bis Fuß „durchfühlen“ – Wo sind Schmerzen oder Verspannungen, was fühlt sich gut an, was nicht?

Wer unter Verspannungen oder Bewegungseinschränkungen leidet, sollte dies nicht auf die leichte Schulter nehmen und aussitzen oder mit Schmerzmitteln betäuben. Denn auch die Chiropraktik bzw. chiropraktische Behandlungen leistet einen wichtigen Beitrag für ein starkes Immunsystem. Im Fokus steht dabei das zentrale Nervensystem, das Hauptorgan für sämtliche Heilungs- und Regulationsprozesse des Körpers. Geschützt wird das zentrale Nervensystem vom Schädel und der Wirbelsäule. Kommt es hier zu Fehlstellungen der Wirbel- und Gelenkskörper, üben diese Subluxationen, auch Blockaden genannt, Druck auf das Nervensystem aus und führen zu Funktionsstörungen wie beispielsweise Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, schmerzhafte Bewegungseinschränkungen oder auch Schlafstörungen. Mit einer chiropraktischen Justierung an der Wirbelsäule werden hunderte von Körperfunktionen in Gang gesetzt. Sobald die Nervenimpulse das Gehirn über das Rückenmark erreicht haben, können die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und somit das Immunsystem gestärkt werden.

Achtsam durch den Home Office-Tag – Rückenbelastungen gezielt minimieren

Da neben Bewegungsmangel und Stress vor allem auch falsche Gewohnheiten im Alltag Funktionsstörungen auslösen, ist es ratsam genau hinzuschauen, wo noch Optimierungsbedarf besteht. Dazu der Hamburger Chiropraktor Efe Gökpinar von IHR-CHIROPRAKTOR: „Aufgrund der aktuellen Situation kommen überdurchschnittlich viele Patienten und Patientinnen mit Beschwerden zu uns in die Praxis, die eindeutig auf die veränderten Gegebenheiten des Arbeitsplatzes zurückzuführen sind. Es lohnt sich daher das Home Office einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und sich folgende Punkte zu beherzigen.“ :

Grundsätzlich gilt, man sollte seinen Arbeitsplatz zuhause annähernd so einrichten, wie es – im Idealfall –  ergonomisch richtig auch im Büro eingerichtet ist.

Dies beinhaltet einen Schreibtisch mit einem Bürostuhl, ein Headset zum Telefonieren und den Monitor und die Tastatur getrennt voneinander so einzurichten, dass sie in korrekter Höhe sind.

Für einige Mitarbeiter ist die Umsetzung dieser Empfehlungen nicht ohne großen Aufwand möglich.Falls man doch am heimischen Esstisch arbeiten muss, sollte die Höhe des Stuhls an den Esstisch  angepasst werden. Hier ist die Anschaffung eines höhenverstellbaren Bürostuhls empfehlenswert.

Es ist weiterhin zu beachten, dass nach der Anpassung, beide Füße auf dem Boden stehen. Falls dies nicht gewährleistet ist, sollte eine Fußbank bzw. ein ähnlich hoher Gegenstand unter den Füßen platziert werden, um eine gesunde Sitzhaltung sicherzustellen.“

Folgende Punkte sollte jeder beachten:

  • Beim Sitzen am Schreib- oder Esstisch darauf achten, dass die Höhe der Ellenbogen nicht unterhalb der Handgelenke liegen. Ansonsten werden beim Tippen auf der Tastatur die Schultern hochgezogen, was zu Verspannungen im Schulter-Nackenbereich führt
  • Gute Orientierungshilfe: Wenn der Unterarm im rechten Winkel zum Oberarm steht und die Arbeitsfläche dann auf Höhe des Unterarms ist bzw. die Handgelenke unterhalb der Ellenbogen liegen, ist dies eine gute Position, um im Sitzen zu arbeiten
  • Den Laptop an eine externe Maus und Tastatur anschließen. Den Laptop kann man dann auf ein Gestell oder einfach auf übereinander gestapelte Bücher stellen, um damit auf die optimale Höhe zu kommen. Diese wäre: Augenhöhe bei gerader Kopfhaltung im oberen Drittel des Monitors, Handgelenke oberhalb der Ellenbogen. Kopf gerade halten; der Blick auf den Monitor sollte nun im oberen Drittel des Bildschirms liegen. Geht der Blick nach unten, wie zum Beispiel beim Smart Phone, senkt sich automatisch der Kopf und der Druck auf die unteren Bandscheiben der Halswirbelsäule erhöht sich um bis das 6-fache! Durch diese Disbalance müssen die Muskeln mehr halten und übersäuern in der Folge.
  • Im Stehen arbeiten. Laptop z.B. auf eine Kommode stellen und ggf. mit Büchern für die richtige Höhe sorgen (s.o.)
  • Telefonieren grundsätzlich nur mit Headset/ Freisprechanlage ; niemals das Telefon zwischen Ohr und Schulter einklemmen!
  • Während des Telefonierens aufstehen und durch die Gegend laufen – idealerweise wechselt man alle 45 Minuten zwischen Sitzen, Stehen und Gehen
  • Nicht vergessen: Ausreichend Pausen einlegen und am Besten draußen zügig spazieren gehen oder Radfahren, um für Bewegung und nötigen Ausgleich zu sorgen

 

Hier geht es zum Video  

 

Autor:

Efe Gökpinar (Chiropraktor, Master of Science, Diploma in medical research)

https://ihr-chiropraktor.de/